Skip to main content

Zapfdruck berechnen

Wenn Sie Ihre Zapfanlage in Betrieb nehmen möchten, muss der richtige Zapfdruck eingestellt werden. Das Gas aus der Flasche sorgt nicht nur für den nötigen Druck, um das Bier zum Zapfhahn zu transportieren, sondern auch dafür, dass die Kohlensäure im Bier gebunden wird. Da der Druck aus der CO2 Flasche an sich viel zu hoch wäre, wird an Ihrem Ventil ein Druckminderer angeschlossen, an welchem Sie den Betriebsdruck einstellen können. Doch dieser Druck hängt von vielen Faktoren ab, die Sie beachten müssen. Mit diesem Rechner können sie bestimmen, welchen Druck Sie in Ihrer Konfiguration einstellen sollten. Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Schätzung handelt und keinen exakten Wert, die Benutzung des Rechners erfolgt also auf eigene Gefahr.

Achtung: Der eingestellte Druck am Druckminderer sollte aus Sicherheitsgründen 3 bar nicht überschreiten. Benutzen Sie eine CO2 Flasche nie ohne Druckminderer und Sicherheitsventil und befestigen Sie den Behälter in einer senkrechten Position. Benutzung der Gasdurckversorgung und des Rechners erfolgt auf eigene Gefahr. Fragen Sie einen Fachmann, ob der ausgerechnete Wert sicher ist. Explosionsgefahr!

Einflussgrößen zur Berechnung:

1. CO2-Gehalt des Bieres

Der frische Geschmack hängt maßgeblich von dem bei der Gärung entstehenden Kohlensäure ab und ist typisch für das Bier. Verschiedene Biersorten verschiedener Brauereien haben unterschiedliche Anteile an CO2, dem Gas, das für die Kohlensäure sorgt. Je nach CO2-Gehalt ist ein bestimmter Gegendruck nötig, da sich die Kohlensäure sonst aus dem Bier lösen würde. Fragen Sie bei Ihrer Brauerei oder Ihrem Bierhersteller nach bzw. schauen Sie, welche Informationen dieser bereits zur Verfügung gestellt hat. Wenn Sie den CO2-Gehalt Ihres Bieres nicht kennen, können Sie grob abschätzen: 4,5 g CO2/L bei Altbier, 5 g CO2/L bei Pils und ca. 6,5 bis 7 g CO2/L bei Weizenbier. Die Temperatur sollte der des Bieres im Fass entsprechen.

2. Temperatur des Bierfasses

Je nach Temperatur löst sich unterschiedlich viel Kohlensäure aus dem Bier heraus. Je wärmer die Temperatur, desto mehr Gegendruck wird benötigt. Messen Sie diese direkt an der Stelle, wo das Fass gelagert wird. Diese Temperatur sollte nicht schwanken, denn sonst ändert sich der endgültige Zapfdruck wieder. Außerdem sollte das Fass bereits lange genug gekühlt worden sein und sich nicht mehr im Abkühlungsprozess befinden, wenn Sie messen. Am besten schmeckt das Bier unter 8 Grad Celsius.

3. Höhenunterschied zum Hahn

Normalerweise besteht zwischen Fass und Zapfhahn ein gewisser Höhenunterschied. Dieser muss vom Bier zurückgelegt werden, was ebenfalls einen gewissen Druck erfordert. Je höher das Bier letztlich transportiert wird, desto mehr Druck verliert es. Messen Sie den Höhenunterschied vertikal vom Fassboden bis zum Zapfhahn aus. Verwechseln Sie diesen nicht mit der Leiterlänge, es zählt nur die Höhe.

4. Leitungslänge

Zwischen Hahn und Fass ist ein Bierschlauch angeschlossen, der beide verbindet. Die Länge dieses Schlauches ist entscheidend, da durch die Reibung des Bieres im Inneren der Leitung auch der Druck reduziert wird. Messen Sie die Länge, um es zu vereinfachen, im nicht angeschlossenen Zustand.

5. Leitungsdurchmesser

Für die Reibung spielt auch der Durchmesser der Leitung eine Rolle. Der Gegendruck in einer Leitung kleineren Durchmessers ist größer, als bei einer breiteren. Je länger eine Bierleitung und je kleiner der Leitungsquerschnitt, desto höher der Reibungsverlust. Typische Durchmesser sind 7mm oder 10mm.

Berechnung:

Haben Sie alle diese Daten gemessen bzw. recherchiert, können Sie diese bequem im nebenstehenden Rechner eintragen. Sollte er von Ihrem Browser und Anzeigegerät unterstützt werden, aktualisieren die Werte automatisch. Wenn Sie den Druck ausgerechnet haben, können Sie noch optional 0,1 bis 0,2 bar als sogenannten Sicherheitsfaktor aufschlagen, sollte der Druck noch zu niedrig sein. Wir empfehlen den Druck von Experten und nicht von Laien einstellen zu lassen und stets zu prüfen, ob alle Leitungen dicht sind.

Zapfdruck-Rechner: